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Bewahrung in Kriegszeiten

Das Zentrale Jüdische Museum der Kriegszeit wurde zu einem Zufluchtsort für Gegenstände der Gemeinden

Das Jüdische Museum in Prag sagt, dass das 1942 gegründete Zentrale Jüdische Museum während des Krieges zu einem Zufluchtsort für liturgische Gegenstände, Bücher und Archivdokumente aus ausgelöschten jüdischen Gemeinden wurde.

Jüdisches Museum in Prag / Josefov

Erkennbare neuromanische Zeremonienhalle beziehungsweise Anlage des Jüdischen Museums mit Besuchern davor.
Photo: Chmee2SourceCC BY-SA 3.0

Die Institution bestand mit Genehmigung der Nazis, doch Museumsmitarbeitende nutzten sie, um Gegenstände und Aufzeichnungen aus zerstörten Gemeinden zu bewahren.

Die einfache Ursprungsgeschichte korrigieren

Eine verbreitete Kurzfassung behauptet, die Nazis hätten ein Museum eines verschwundenen Volkes geschaffen. Die eigene Geschichte des Jüdischen Museums ist präziser. Sie sagt, dass die Prager jüdische Gemeinde 1942 das Zentrale Jüdische Museum initiierte; die Nazis genehmigten es mit anderen Zielen, während es unter dem Decknamen „Museum“ zu einem sicheren Zufluchtsort für liturgische Gegenstände, Bücher und Archivdokumente aus ausgelöschten jüdischen Gemeinden wurde.

Erhaltung als organisierte Arbeit sehen

Objekte erhalten sich nicht von selbst. Die Museumsgeschichte schreibt professionellen Mitarbeitenden, darunter Chefkurator Josef Polák und Kollegen, die Schaffung einer professionellen Institution unter katastrophalen Bedingungen zu. Dadurch wird die Sammlung zum Beleg bewusster Dokumentation und Fürsorge statt passiver Anhäufung.

Eigenes Handeln und Zwang zusammenhalten

Das Museum der Kriegszeit existierte innerhalb eines Systems nationalsozialistischer Verfolgung, doch seine Geschichte auf die Absicht der Nazis zu reduzieren, löscht das Handeln jüdischer Museumsmitarbeitender aus. Die nützliche Besucherlektion besteht darin, beide Realitäten zugleich festzuhalten: erzwungene Genehmigung durch das Besatzungsregime und Erhaltungsarbeit von Menschen, die Gemeinschaftsmaterial für die Zukunft schützen wollten.

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Ein konkretes Interieur der Spanischen Synagoge, Teil der breiteren Landschaft des Jüdischen Museums in Prag, ist deutlich zu sehen.

Ein konkretes Interieur der Spanischen Synagoge, Teil der breiteren Landschaft des Jüdischen Museums in Prag, ist deutlich zu sehen.

Context imagePhoto: Igor PasschierSourcePexels License
Jüdische bürgerliche Architektur Josefovs ist deutlich belegt.

Jüdische bürgerliche Architektur Josefovs ist deutlich belegt.

Context imagePhoto: Palu MalerbaSourcePexels License
Ein weiteres konkretes Interieur der Spanischen Synagoge ist deutlich zu sehen.

Ein weiteres konkretes Interieur der Spanischen Synagoge ist deutlich zu sehen.

Context imagePhoto: htcgezerrSourcePexels License

Quick facts

  • Das Zentrale Jüdische Museum wurde 1942 gegründet.
  • Das Jüdische Museum sagt, dass die NS-Behörden das Projekt nach Verhandlungen genehmigten.
  • Das Museum sagt, dass die Institution zu einem Zufluchtsort für liturgische Gegenstände, Bücher und Archivdokumente wurde.
  • Diese Materialien stammten aus ausgelöschten jüdischen Gemeinden.

Questions

Bedeutete die Genehmigung durch die Nazis, dass das Museum einfach die Ziele der Nazis widerspiegelte?

Nein. Das Jüdische Museum sagt, dass die NS-Behörden andere Ziele als die Gründer hatten und dass das Museum zu einem Zufluchtsort für Gegenstände und Aufzeichnungen der Gemeinden wurde.

Welche Arten von Material wurden bewahrt?

Das Museum nennt liturgische Gegenstände, Bücher und Archivdokumente.

Sources & further reading